Gesangverein Harmonie Weitenau
Gesangverein Harmonie Weitenau

Gesangverein Harmonie Weitenau

 

Aufgrund mündlicher Überlieferungen, nahm der Männergesangverein Weitenaus bereits 1830 an einem Sängerfest in Kandern teil. Die erste aktenkundige Notiz stammt jedoch aus dem Jahre 1844. Leider bestehen für die Zeit zwischen 1845 und 1864 keine schriftliche Aufzeichnungen. Es ist jedoch anzunehmen, dass das Vereinsleben unter den Turbulenzen der Revolution 1848/49 und den folgenden allgemeinen Vereinsverbot unter der preußischen Besetzung gelitten hat.

Im Jahre 1864 wurde der Gesangverein von 15 Männern neu gegründet, das Vereinsleben blühte wieder auf und bereits 1865 fand die erste Fahnenweihe statt. In den darauffolgenden Jahren war eine rege Vereintätigkeit zu verzeichnen, darunter die Abhaltung eines großen Sängerfestes 1867 auf dem Festplatz beim vorderen Hummelberg-Hof.

Im Jahre 1881 erfolgte eine Neuordnung, wobei neue Vereinstatuten festgelegt und von 21 aktiven Mitgliedern anerkannt wurden. Demzufolge ist der Zweck des Vereines „ die Ausbildung und Ausübung des Gesanges zur Erholung des Geistes und des Gemütes sowie zur geselligen Unterhaltung“

Im November 1883 wurde der Männerchor unter Aufnahme von 11 Frauen zu einem Kirchengesangverein erweitert. Aus nicht bekannten Gründen kam es in der Generalversammlung am 19.März 1886 zur Auflösung des Vereines, doch bereits am 16. Dezember 1887 erfolgte unter dem Dirigenten Lehrer Hauser die Wiedergründung. Der verein wirkte in den Folgejahren an einigen Festlichkeiten mit, u.a. bei der Einweihung der Hofener Kirche im Jahre 1891 und bei der Fahnenweihe des Militärvereins Weitenau 1894. Danach wurde es ruhiger um den Verein, bis 1909 unter dem Dirigenten Hauptlehrer Holl ein gemischter Chor ins Leben gerufen wurde, dem 7 Männer und 7 Frauen angehörten. Dieser bestand nur kurze Zeit, denn schon 1912 folgte unter Hauptlehrer Sachs erneut ein Männerchor mit 11 aktiven Sängern. In der Kriegszeit 1914 bis 1918 waren die Vereinsaktivitäten stark eingeschränkt und erst mit der Übernahme des Taktstockes durch Wilhem Rübin sen. Aus Steinen am 7. Februar 1922 gelangte das Vereinsleben zu neuer Blüte. Unter seinen 22-jährigen Dirigentschaft nahm der Verein an vielen eigenen und auswärtigen Veranstaltungen mit großem Erfolg teil. Breits 1923 wurde eine neue Fahne geweiht. Es wurden jährliche Konzerte mit Theateraufführungen veranstaltet und er Verein nahm an vielen Sängerwettstreiten teil. Über Pfingsten 1939 wurde das 75-jährige Jubiläum im „Häfelin-Schopf“ gefeiert, doch ab dem Herbst 1939 ruhte das Vereinsleben. Nach dem 2. Weltkriegerfolgte mit Genehmigung der Militärregierung die Neugründung des Männerchores und am 6.März1948 die erste Generalversammlung mit 19 Aktiven Sängern. Auf vielseitigen Wunsch und im Hinblick auf das 90-jährige Jubiläum wurde 1953 ein Frauenchor gegründet, der am 5. September in einer außerordentlichen Hauptversammlung offiziell in den Verein aufgenommen wurde. Über die Pfingstfeiertage 1954 wurde das 90-jähige Jubiläum im Obstgarten des Mitgliedes Wilhelm Dürr gefeiert, wobei der gemischte Chor seinen ersten, sehr erfolgreichen Auftritt hatte. Auch das 100-jähige Bestehen wurde gebührend gefeiert, wobei dem Verein die „Zelter Plakette“ durch den Präsidenten des Alemannischen Sängerbund als „Auszeichnung für Verdienste um der Pflege der Chormusik und des deutschen Volksliedes“ verliehen wurde. Die Jahre danach waren duch häufige Wechsel in der Vereinsführung geprägt. Trotzdem konnten unter dem Dirigenten Robert Fäßler einige Höhepunkte erzielt werden.

Unter der beständigen Vorstandschaft von Hermann Eiche, der 1982 gewählt wurde, und unter der engagierten Leitung von Musikprofessorin Ibolya Barla, die 1983 als neue Dirigentin gewonnen werden konnte, erlebte der Männer- und Gemischter Chor einen großen Aufschwung. Dieser schlug sich nicht nur in gestiegenen Mitgliederzahlen nieder, sondern auch in herausragenden musikalischen Darbietungen, die zunehmend auch neue Richtungen der Chormusik beschritten. 1995 feiert der Verein sein 150-jähriges Bestehen. Die mehrtägigen Feierlichkeiten wurden zu einem Glanzpunkt in der Vereinsgeschichte.

 

 

Auszug aus 900 Jahre Weitenau

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